Ah, meine lieben Leserinnen und Leser! Kennt ihr das auch? Man steht im Supermarkt vor dem Regal mit den bunten Süßigkeiten, dem leuchtend gelben Joghurt oder der appetitlich roten Wurst und fragt sich: Wie kommt diese Farbe eigentlich da rein?
Ist das reine Natur oder doch ein kleines Chemielabor? Diese Frage beschäftigt mich in letzter Zeit immer mehr, denn als bewusste Genießerin und Mutter möchte ich natürlich wissen, was auf meinem Teller landet und welche Inhaltsstoffe ich meiner Familie präsentiere.
Und mal ehrlich, das Auge isst ja bekanntlich mit, aber ist dieser visuelle Reiz immer unbedenklich? Gerade hier in Deutschland, wo wir so viel Wert auf Qualität und gesunde Ernährung legen, rückt die Diskussion um natürliche und künstliche Lebensmittelfarbstoffe immer stärker in den Fokus.
Wir sehen immer häufiger Produkte, die mit “ohne künstliche Farbstoffe” werben, und die berühmten E-Nummern auf den Zutatenlisten werden kritisch beäugt.
Ich selbst habe gemerkt, wie mein Blick beim Einkaufen sensibler geworden ist – von wegen einfach zugreifen! Es gibt so viele Mythen und Halbwahrheiten, dass man schnell den Überblick verlieren kann.
Aber keine Sorge, ich habe mich tief in das Thema eingearbeitet, um Licht ins Dunkel zu bringen und euch fundiertes Wissen an die Hand zu geben. Lasst uns genau das mal unter die Lupe nehmen und schauen, welche Rolle Farben in unseren Lebensmitteln wirklich spielen und welche Konsequenzen sie für uns haben können.
In unserem heutigen Beitrag widmen wir uns diesem spannenden Thema und beleuchten die Vor- und Nachteile von natürlichen und synthetischen Farbstoffen, schauen uns aktuelle Studien an und geben euch praktische Tipps für den Alltag.
Lasst uns das gemeinsam herausfinden, damit ihr beim nächsten Einkauf ganz genau wisst, worauf ihr achten solltet und welche Entscheidung die beste für euch und eure Liebsten ist.
Lasst uns das Thema ganz genau beleuchten!
Der farbenfrohe Supermarkt: Warum wir überhaupt Farbstoffe brauchen

Mal ehrlich, wer kennt das nicht? Man schlendert durch die Gänge, und da lacht einen die Erdbeermilch in sattem Rot an, der Fruchtjoghurt strahlt in einem leuchtenden Gelb, und die Wursttheke verspricht mit kräftigen Farben ein kulinarisches Erlebnis. Ich ertappe mich selbst immer wieder dabei, wie mein Blick von den farbenfrohesten Produkten angezogen wird. Und das ist ja auch völlig menschlich, denn unser Auge isst nicht nur mit, es entscheidet oft sogar, ob wir überhaupt zugreifen. Die Lebensmittelindustrie weiß das natürlich ganz genau und nutzt Farben, um uns zu verführen. Aber warum ist das so eine große Sache? Ganz einfach: Bei vielen verarbeiteten Lebensmitteln gehen die ursprünglichen Farben durch die Produktion, Lagerung oder Verpackung verloren. Denkt mal an einen Smoothie, der nach dem Mixen oft nicht mehr so strahlend aussieht wie die frischen Früchte selbst. Oder an eine Marmelade, die ohne den kleinen Trick eines Farbstoffs schnell trüb und unansehnlich wirken würde. Hier kommen Farbstoffe ins Spiel – sie sollen das appetitliche Aussehen wiederherstellen, intensivieren oder manchmal sogar ganz neue, aufregende Farben schaffen. Es geht darum, unsere Erwartungen zu erfüllen und manchmal sogar zu übertreffen. Dabei ist es für uns Verbraucher oft schwer zu erkennen, wo die natürliche Grenze aufhört und die Farbe aus dem Labor beginnt. Eine gute Kennzeichnung ist hier das A und O, damit wir bewusste Entscheidungen treffen können. Und genau das ist der Punkt, der mich so beschäftigt: Wie transparent sind die Produkte, die wir täglich kaufen?
Die psychologische Wirkung von Farben
Farben haben eine unglaublich starke Wirkung auf unsere Psyche und beeinflussen, wie wir Lebensmittel wahrnehmen. Ein knallroter Apfel wirkt frischer und süßer als ein blasser, grünstichiger. Ein goldgelbes Brot suggeriert Handwerk und Qualität, während ein blassgelbes vielleicht weniger ansprechend ist. Diese Assoziationen sind tief in uns verwurzelt. Wenn ich an die vielen bunten Süßigkeiten denke, die meine Kinder so lieben, sehe ich sofort, wie wichtig die Optik für sie ist. Ein Produkt, das nicht farbenfroh genug ist, wird einfach links liegen gelassen. Ich habe einmal versucht, selbstgemachte Gummibärchen mit nur natürlichen Farben herzustellen – sie waren bei Weitem nicht so leuchtend wie die gekauften, und die Begeisterung meiner Kleinen hielt sich in Grenzen. Es ist eine Gratwanderung: Einerseits wollen wir Natürlichkeit, andererseits lieben wir die visuelle Anziehungskraft. Diese psychologische Komponente ist für die Hersteller ein mächtiges Werkzeug, um Produkte attraktiver zu gestalten und uns zum Kauf zu animieren. Das ist auch der Grund, warum viele Azofarbstoffe zum Einsatz kommen, um diese knallbunten Effekte zu erzielen. Sie gaukeln uns oft eine Intensität und Frische vor, die das Produkt ohne Farbstoff gar nicht hätte. Es ist ein Spiel mit unseren Sinnen, das wir als Konsumenten immer im Hinterkopf behalten sollten.
Qualität vortäuschen oder Verluste ausgleichen?
Ein weiterer, ganz entscheidender Punkt ist die Rolle der Farbstoffe bei der Vortäuschung von Qualität. Manchmal gleichen Farbstoffe einfach die Farbverluste aus, die bei der Verarbeitung, Lagerung oder Verpackung entstehen können. Das ist legitim und hilft, ein Produkt appetitlich zu halten, das sonst vielleicht unansehnlich wäre. Aber es gibt auch die Kehrseite: Farbstoffe können gezielt eingesetzt werden, um eine bessere Qualität vorzutäuschen, die gar nicht vorhanden ist. Denkt an einen Erdbeerjoghurt, der nur wenig Frucht enthält, aber durch viel roten Farbstoff extrem fruchtig aussieht. Oder an eine Wurst, die durch Farbstoffe frischer wirkt, als sie eigentlich ist. Mir ist es wichtig, dass wir als Verbraucher lernen, genauer hinzuschauen und uns nicht von schönen Farben blenden zu lassen. Die Zusammensetzung und die wirklichen Inhaltsstoffe sollten im Vordergrund stehen. Es geht darum, die Balance zu finden zwischen einem ansprechenden Aussehen und ehrlicher Produktinformation. Leider ist das in der heutigen Zeit gar nicht so einfach, da der Markt von Tausenden von Produkten überschwemmt wird und die Zeit beim Einkauf oft knapp ist. Ein Blick auf die Zutatenliste ist daher unerlässlich, um nicht in diese Falle zu tappen und wirklich zu wissen, was man da eigentlich isst.
Aus der Natur auf unseren Teller: Die Welt der natürlichen Farbstoffe
Wenn wir von natürlichen Farbstoffen sprechen, schwingt da bei den meisten von uns sofort ein gutes Gefühl mit, oder? Man denkt an leuchtende Rote Bete, tiefdunkle Beeren oder strahlendes Kurkuma, die unsere Speisen auf ganz natürliche Weise einfärben. Und tatsächlich, die Natur bietet eine unglaubliche Palette an Farben, die wir für unsere Lebensmittel nutzen können. Ich persönlich liebe es, beim Kochen und Backen auf färbende Lebensmittel zurückzugreifen. Rote Bete Püree für einen rosa Kuchen oder Spinat für einen grünen Teig – das ist nicht nur unbedenklich, sondern bringt auch noch zusätzliche Nährstoffe mit sich. Viele dieser natürlichen Farbstoffe werden aus Pflanzen oder Tieren gewonnen, wie zum Beispiel Carotinoide (die uns das schöne Orange in Karotten bescheren), Anthocyane aus Beeren oder Betanin aus Roter Bete. Auch der rote Farbstoff Karmin, gewonnen aus Cochenille-Schildläusen, gehört zu den natürlichen Vertretern. Diese Stoffe sind in der Regel gesundheitlich unbedenklich und werden oft sogar mit positiven Effekten für unseren Körper in Verbindung gebracht, da sie oft Antioxidantien enthalten. Es gibt aber auch einen kleinen Haken, den man wissen sollte: Auch natürliche Farbstoffe können, wenn sie extrahiert und als Zusatzstoff eingesetzt werden, eine E-Nummer bekommen und müssen entsprechend gekennzeichnet sein. Sie sind zwar natürlichen Ursprungs, aber eben isolierte Substanzen. Färbende Lebensmittel hingegen, wie zum Beispiel Rote Bete Saftkonzentrat, gelten nicht als Zusatzstoffe und brauchen keine E-Nummer. Das ist für mich immer ein kleiner Indikator im Supermarktregal.
Vielfalt der Natur: Von Carotin bis Anthocyan
Die Natur ist eine wahre Künstlerin, wenn es um Farben geht. Denkt an die unglaubliche Farbpalette, die uns Pflanzen und Früchte bieten! Carotinoide, beispielsweise, sind für die gelben bis orangefarbenen Töne in Karotten, Kürbissen oder Aprikosen verantwortlich und werden als E 160a aufgeführt. Sie sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch wichtig für unsere Sehkraft. Anthocyane (E 163) verleihen Beeren, Kirschen und Rotkohl ihre intensiven Rot-, Blau- und Violetttöne. Ich habe mich immer gefragt, warum Blaubeeren manchmal so dunkelviolett und manchmal fast schwarz wirken – genau das liegt an den Anthocyanen und ihrem Verhalten in unterschiedlichen pH-Werten. Es ist faszinierend zu sehen, wie sich die Farben je nach Säuregehalt verändern können. Dann gibt es noch das Betanin (E 162), das der Roten Bete ihre unverkennbare Farbe gibt und immer beliebter wird, um Süßspeisen oder sogar herzhafte Gerichte aufzupeppen. Ich habe neulich ein Rezept für rote Nudeln mit Rote Bete probiert, und das Ergebnis war optisch der absolute Knaller! Kurkuma (E 100), das Gewürz, das wir aus der indischen Küche kennen, liefert ein warmes Gelb und wird auch gerne als natürlicher Farbstoff eingesetzt. All diese Beispiele zeigen, wie vielfältig die Natur ist und wie wir ihre Schätze nutzen können, um unsere Lebensmittel auf eine gesunde und ansprechende Weise zu färben. Für mich persönlich ist die Verwendung solcher „Clean Label“ Alternativen ein absoluter Trend, der sich hoffentlich noch stärker durchsetzt.
Grenzen der Natürlichkeit: Wenn auch Naturstoffe kritisch werden
So sehr ich natürliche Farbstoffe auch schätze, müssen wir doch realistisch bleiben: Auch hier gibt es Nuancen und Graubereiche. Nicht alle „natürlichen“ Farbstoffe sind automatisch völlig unbedenklich oder unproblematisch. Nehmen wir zum Beispiel Karmin (E 120), das aus den weiblichen Cochenille-Schildläusen gewonnen wird. Es ist ein sehr kräftiger Rotton, der oft in Süßigkeiten oder Getränken verwendet wird. Für Vegetarier und Veganer ist es ein No-Go, und auch bei Allergikern kann es in seltenen Fällen zu pseudoallergischen Reaktionen kommen, die sich ähnlich wie eine echte Allergie anfühlen. Ich habe eine Freundin, die auf diesen Farbstoff sehr empfindlich reagiert und dann Hautreaktionen bekommt. Ein weiteres Beispiel ist Annatto (E 160b), ein gelb-orangener Farbstoff aus den Samen des Orleanstrauchs, der ebenfalls in seltenen Fällen allergische Reaktionen auslösen kann, wie Ekzeme oder Nesselsucht. Und dann gibt es da noch die Herstellung: Auch wenn der Ursprung natürlich ist, können die Extraktionsprozesse und die Aufbereitung im Labor die Sache verändern. Manchmal werden auch hier chemische Lösungsmittel eingesetzt. Wichtig ist es, die Zutatenliste genau zu lesen und sich nicht nur vom Begriff „natürlich“ blenden zu lassen. Es ist immer eine Frage der genauen Substanz und ihrer Verarbeitung. Für mich gilt die Faustregel: Je unverarbeiteter das Produkt und je klarer die Herkunft der Farbe, desto besser. Ein färbendes Lebensmittel ist für mich daher immer die erste Wahl.
Wenn es im Labor knallt: Ein Blick auf synthetische Farbstoffe
Ich muss zugeben, wenn ich das Wort “synthetisch” höre, klingeln bei mir schon die Alarmglocken. Und das nicht ohne Grund! Synthetische Farbstoffe, die im Labor hergestellt werden und in der Natur in dieser Form nicht vorkommen, sind die bunte Seite der Medaille, die uns oft mehr Bauchschmerzen bereitet. Sie sind meist leuchtender, farbstabiler und vor allem deutlich günstiger in der Herstellung als ihre natürlichen Pendants. Das ist natürlich ein riesiger Vorteil für die Lebensmittelindustrie, die so mit wenig Aufwand knallige Farben erzielen kann, die unsere Aufmerksamkeit erregen. Denkt an die grellen Bonbons, die kunterbunten Gummibärchen oder die auffällig gefärbten Limonaden – hier sind oft Azofarbstoffe am Werk, die uns so eine intensive Farbpracht bescheren. Ich habe selbst schon oft Produkte liegen gelassen, weil die Farbe einfach zu „unnatürlich“ aussah, zu strahlend, um echt zu sein. Und mein Gefühl hat mich da oft nicht getrogen. Zu den bekanntesten synthetischen Farbstoffen gehören Tartrazin (E 102), Gelborange S (E 110), Azorubin (E 122), Cochenillerot A (E 124) und Allurarot AC (E 129). Diese sind nicht nur wegen ihrer Herkunft umstritten, sondern vor allem wegen ihrer potenziellen gesundheitlichen Auswirkungen, insbesondere bei Kindern. Die EU schreibt hierfür sogar einen Warnhinweis vor, und das sagt schon viel aus, oder?
Die berüchtigten E-Nummern und ihre Geheimnisse
Jeder von uns hat sie schon einmal auf der Zutatenliste gesehen: die E-Nummern. Und bei Farbstoffen liegen diese E-Nummern meist zwischen E 100 und E 180. Das „E“ steht dabei für Europa und signalisiert, dass der Zusatzstoff in der EU zugelassen ist. Doch „zugelassen“ heißt leider nicht immer „völlig unbedenklich“. Ich habe mich intensiv mit den einzelnen E-Nummern beschäftigt, und es ist wirklich ein Dschungel. Nehmen wir zum Beispiel Tartrazin (E 102), einen gelben Azofarbstoff. Er ist in vielen Süßigkeiten, Getränken oder Puddings zu finden. In Norwegen ist er sogar verboten! Oder Cochenillerot A (E 124), das für sein kräftiges Rot bekannt ist und oft in Wurstwaren oder Süßigkeiten steckt. Diese Farbstoffe stehen im Verdacht, Pseudoallergien auszulösen, die sich in Hautausschlägen, Asthma oder Juckreiz äußern können. Ich kenne mehrere Menschen, die auf bestimmte E-Nummern sehr sensibel reagieren, und das macht mich nachdenklich. Die Kennzeichnungspflicht mit E-Nummern ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber als Verbraucher muss man sich aktiv informieren, was sich hinter welcher Nummer verbirgt. Eine einfache E-Nummern-App auf dem Handy kann da schon Wunder wirken und uns beim Einkauf eine große Hilfe sein. Es ist wirklich wichtig, dass wir uns nicht einfach auf das Wort “zugelassen” verlassen, sondern kritisch hinterfragen und uns selbst schlau machen.
Azofarbstoffe: Wenn die Farbe zum Problem wird
Unter den synthetischen Farbstoffen verdienen die Azofarbstoffe eine besondere Erwähnung, denn sie sind die wohl umstrittensten. Tartrazin (E 102), Gelborange S (E 110), Chinolingelb (E 104), Azorubin (E 122), Allurarot AC (E 129) und Cochenillerot A (E 124) – diese Namen tauchen immer wieder in kritischen Diskussionen auf. Sie werden oft in knallbunten Süßigkeiten, Brausen oder Gummibärchen verwendet. Was mich besonders beunruhigt, ist der Zusammenhang mit gesundheitlichen Risiken, insbesondere bei Kindern. Studien haben gezeigt, dass diese Farbstoffe bei Kindern zu Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörungen, auch bekannt als ADHS-Symptome, führen können. Deshalb ist seit 2010 in der EU ein Warnhinweis Pflicht: “Kann Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen.” Ich finde das gut, aber gleichzeitig frage ich mich, warum diese Stoffe überhaupt noch zugelassen sind, wenn die Bedenken so groß sind. Einige Hersteller haben bereits reagiert und diese Azofarbstoffe durch andere ersetzt, um den Warnhinweis zu vermeiden. Das zeigt doch, dass es Alternativen gibt und dass ein Umdenken möglich ist. Als Mutter ist mir dieses Thema besonders wichtig, und ich versuche, Produkte mit diesen Farbstoffen so gut es geht zu meiden. Es geht um die Gesundheit unserer Kinder, und da sollten wir keine Kompromisse eingehen. Lasst uns die Zutatenlisten genau studieren, besonders wenn es um Produkte für die Kleinsten geht!
Gesundheitliche Stolpersteine: Welche Farbstoffe uns Sorgen machen sollten
Die Diskussion um Lebensmittelfarbstoffe ist nicht nur eine Frage der Optik oder des Preises, sondern vor allem eine der Gesundheit. Ich habe mich, wie schon erwähnt, intensiv damit auseinandergesetzt, und es gibt tatsächlich einige Farbstoffe, bei denen wir als Verbraucher besonders vorsichtig sein sollten. Während viele natürliche Farbstoffe in der Regel als unbedenklich gelten und oft sogar positive gesundheitliche Effekte haben, sieht das bei einigen synthetischen Vertretern anders aus. Die größte Sorge gilt dabei den Azofarbstoffen, die ich bereits angesprochen habe. Ihre mögliche Verbindung zu Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörungen bei Kindern ist ein Thema, das mich persönlich sehr betroffen macht. Aber auch andere Farbstoffe können problematisch sein. Denkt an Titandioxid (E 171), ein weißer Farbstoff, der oft in Überzügen von Kaugummis, Dragees oder Nahrungsergänzungsmitteln zu finden ist. Die EFSA hat diesen Farbstoff im Mai 2021 als nicht mehr sicher eingestuft, da ein Verdacht auf erbgutschädigende Wirkung nicht widerlegt werden konnte. In Frankreich ist er sogar schon seit 2020 verboten! Das zeigt doch, wie wichtig es ist, am Ball zu bleiben und sich immer wieder neu zu informieren. Die Forschung entwickelt sich weiter, und was gestern noch als unbedenklich galt, kann heute schon anders beurteilt werden. Es ist ein ständiger Lernprozess für uns alle, um wirklich zu wissen, was wir da essen und welche potenziellen Risiken damit verbunden sein könnten. Mein Credo ist hier immer: Im Zweifel lieber weglassen.
Pseudoallergien und andere Unverträglichkeiten
Neben den möglichen Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern sind Pseudoallergien ein großes Thema bei Farbstoffen. Ich habe in meinem Umfeld immer wieder von Menschen gehört, die nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel mit Symptomen wie Hautausschlägen, Asthmaanfällen oder Magen-Darm-Problemen zu kämpfen haben, obwohl keine „echte“ Allergie im klassischen Sinne vorliegt. Bei Pseudoallergien ist das Immunsystem nicht direkt beteiligt, die Reaktionen ähneln aber stark allergischen Symptomen. Besonders Azofarbstoffe sind hier bekannte Auslöser. Aber auch andere synthetische Farbstoffe können solche Unverträglichkeiten hervorrufen. Es ist unglaublich frustrierend, wenn man nicht genau weiß, woher die Beschwerden kommen, und dann mühsam Detektiv spielen muss. Ich rate jedem, der solche Symptome nach dem Essen bemerkt, genau auf die Zutatenlisten zu achten und gegebenenfalls ein Ernährungstagebuch zu führen. Manchmal sind es ganz bestimmte E-Nummern, die den Körper in Alarmbereitschaft versetzen. Und wisst ihr was? Manchmal sind es auch Kombinationen verschiedener Zusatzstoffe, die das Fass zum Überlaufen bringen. Die Komplexität macht es so schwierig, aber es lohnt sich, genauer hinzuschauen. Der VerbraucherService Bayern rät zum Beispiel, Produkte mit E 104 und den Azofarbstoffen E 102, E 110, E 122, E 123, E 124, E 129, E 151, E 154, E 155 und E 180 zu meiden. Eine solche Liste kann ein guter Startpunkt für einen bewussteren Einkauf sein.
Ein Blick über die deutschen Grenzen: Andere Länder, andere Regeln
Es ist wirklich erstaunlich, wie unterschiedlich die Regelungen für Lebensmittelfarbstoffe in verschiedenen Ländern sind. Was bei uns in Deutschland oder der EU erlaubt ist, kann anderswo verboten sein – und umgekehrt! Das zeigt doch, wie unterschiedlich die Risikobewertungen ausfallen können und wie vielschichtig das Thema ist. Ich habe mit großem Interesse gelesen, dass in den USA beispielsweise viele der in der EU zugelassenen Farbstoffe verboten sind, dort aber andere zum Einsatz kommen, die hierzulande nicht erlaubt sind. Das macht das Einkaufen im Ausland manchmal zu einer echten Herausforderung. Nehmen wir Chinolingelb (E 104): Dieser Farbstoff steht in den USA, Australien, Japan und Norwegen wegen Krebsverdachts auf der Verbotsliste, in Deutschland ist er aber zugelassen. Oder Allurarot AC (E 129), das in Dänemark, Schweden, Belgien, Frankreich und der Schweiz nicht erlaubt ist. Ich frage mich dann immer: Wenn andere Länder vorsichtiger sind, sollten wir das nicht auch sein? Es zeigt, dass es keine universelle Einigkeit gibt und wir als Verbraucher nicht blind vertrauen sollten. Diese unterschiedlichen Regelungen sind für mich ein klares Zeichen, dass wir selbst Verantwortung übernehmen und uns über die Produkte informieren müssen, die wir unserer Familie anbieten. Eine kritische Haltung ist hier Gold wert.
Die kleinen Genießer: Farbstoffe und unsere Kinder

Dieses Thema liegt mir als Mutter natürlich ganz besonders am Herzen: Farbstoffe und unsere Kinder. Wer hat nicht schon mal erlebt, wie die Augen der Kleinen strahlen, wenn sie vor einem Regal voller bunter Süßigkeiten stehen? Diese knalligen Farben haben eine unwiderstehliche Anziehungskraft, und die Lebensmittelindustrie weiß das nur zu gut. Deswegen finden sich gerade in Produkten, die auf Kinder abzielen – von Gummibärchen über Limo bis hin zu Frühstücksflocken – oft die intensivsten Farbstoffe. Das Problem ist aber, dass gerade diese Farbstoffe, insbesondere die Azofarbstoffe, mit gesundheitlichen Bedenken in Verbindung gebracht werden, die unsere Kinder direkt betreffen. Ich erinnere mich noch gut an die Diskussionen über die Southampton-Studie von 2007, die einen Zusammenhang zwischen dem Konsum bestimmter Farbstoffe und Hyperaktivität bei Kindern nahelegte. Auch wenn die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) die Aussagekraft der Studie später relativiert hat, hat sie doch zu einem wichtigen Umdenken geführt. Seit 2010 müssen Produkte, die bestimmte Azofarbstoffe enthalten (E 102, E 104, E 110, E 122, E 124, E 129), den Warnhinweis tragen: „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen.“ Ich finde diesen Hinweis extrem wichtig, aber gleichzeitig frage ich mich, warum solche Stoffe überhaupt noch in Lebensmitteln für Kinder zu finden sind, wenn es doch solche Bedenken gibt. Es ist unsere Aufgabe als Eltern, genau hinzuschauen und unsere Kinder bestmöglich zu schützen.
Hyperaktivität und Konzentrationsschwierigkeiten: Ein echtes Risiko?
Die Vorstellung, dass ein vermeintlich harmloses Bonbon oder ein bunter Pudding die Aktivität und Aufmerksamkeit meiner Kinder beeinträchtigen könnte, finde ich absolut beängstigend. Studien legen nahe, dass Azofarbstoffe tatsächlich Symptome wie Zappeligkeit und Konzentrationsschwierigkeiten verstärken können, gerade bei sensiblen Kindern. Mir ist es wichtig zu betonen, dass es hier nicht um eine pauschale Verurteilung geht, aber der Verdacht ist stark genug, um vorsichtig zu sein. Die Universität Bielefeld geht davon aus, dass in Deutschland drei bis zehn Prozent der Kinder am sogenannten Zappelphilipp-Syndrom leiden. Wenn Farbstoffe hier einen Teil dazu beitragen können, dann müssen wir das ernst nehmen. Ich habe selbst schon beobachtet, wie meine Kinder nach dem Verzehr von stark gefärbten Süßigkeiten manchmal überdrehter wirkten. Das mag Zufall sein, aber es macht mich nachdenklich. Deshalb versuche ich bewusst, Produkte zu meiden, die diesen Warnhinweis tragen. Es gibt so viele leckere Alternativen, die ohne diese umstrittenen Farbstoffe auskommen. Zum Glück gibt es immer mehr Hersteller, die auf natürliche Alternativen umsteigen, auch im Bereich der Kinderlebensmittel. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung und zeigt, dass der Druck der Verbraucher wirkt. Lasst uns diesen Druck aufrechterhalten und uns für gesündere Optionen für unsere Kinder einsetzen.
Natürliche Alternativen für bunte Kinderaugen
Müssen wir also auf bunte Lebensmittel für unsere Kinder verzichten? Absolut nicht! Die gute Nachricht ist, dass es viele wunderbare natürliche Alternativen gibt, um Speisen farbenfroh zu gestalten, ohne auf synthetische Farbstoffe zurückgreifen zu müssen. Ich experimentiere selbst sehr gerne in der Küche und bin immer wieder erstaunt, welche tollen Effekte man mit einfachen Zutaten erzielen kann. Für ein kräftiges Rot greife ich zum Beispiel zu Rote Bete Saft oder pürierten Himbeeren. Ein strahlendes Grün bekommt man mit Spinat oder Matcha hin, und für ein leuchtendes Gelb ist Kurkuma ein absoluter Geheimtipp. Meine Kinder lieben zum Beispiel Pfannkuchen, die mit Rote Bete Saft rosa gefärbt sind – das ist ein echter Hingucker auf dem Frühstückstisch! Und das Beste daran: Man fügt dem Essen gleichzeitig wertvolle Nährstoffe hinzu. Viele Bio-Produkte und auch immer mehr konventionelle Hersteller setzen auf sogenannte “färbende Lebensmittel” wie Karotten- oder Schwarzkarottensaftkonzentrat, die nicht als Zusatzstoffe gelten und daher keine E-Nummer benötigen. Das macht die Auswahl für uns Eltern deutlich einfacher. Es ist ein toller Trend, und ich hoffe, dass diese natürlichen Alternativen bald zum Standard werden. Es zeigt, dass bunte und gesunde Ernährung Hand in Hand gehen können, wenn man nur weiß, worauf man achten muss.
Mein Einkaufskorb-Check: So trefft ihr bewusste Entscheidungen
Nach all den Informationen, die wir jetzt gesammelt haben, fragt ihr euch bestimmt: Wie wende ich das alles im Alltag an? Keine Sorge, ich habe da ein paar praktische Tipps für euch, die ich selbst beim Einkaufen beherzige. Es ist wirklich keine Raketenwissenschaft, aber es erfordert ein bisschen Übung und ein wachsames Auge. Das Wichtigste ist, sich nicht vom ersten Eindruck oder von schillernden Verpackungen blenden zu lassen. Mir ist klar, dass wir im Alltag oft unter Zeitdruck stehen und nicht jedes Produkt ewig studieren können. Aber gerade bei Lebensmitteln, die wir regelmäßig kaufen oder die für unsere Kinder bestimmt sind, lohnt sich der zweite Blick auf die Zutatenliste. Ich habe festgestellt, dass es mit der Zeit zur Routine wird und man die umstrittenen E-Nummern oder Begriffe schnell identifizieren kann. Es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern darum, bewusstere Entscheidungen zu treffen und Stück für Stück gesündere Gewohnheiten zu entwickeln. Jede kleine Veränderung zählt und trägt dazu bei, dass wir und unsere Familien sich besser ernähren. Und mal ehrlich, das gibt doch ein gutes Gefühl, oder?
Die Zutatenliste entschlüsseln: E-Nummern unter der Lupe
Die Zutatenliste ist unser bester Freund im Supermarkt, und gerade bei Farbstoffen ist sie Gold wert. Schaut immer genau hin, ob dort “Farbstoff” steht und welche E-Nummer oder Bezeichnung folgt. Wie ich schon erwähnt habe, solltet ihr besonders bei den Azofarbstoffen vorsichtig sein, die mit dem Warnhinweis “Kann Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen” gekennzeichnet sein müssen. Das sind E 102 (Tartrazin), E 104 (Chinolingelb), E 110 (Gelborange S), E 122 (Azorubin), E 124 (Cochenillerot A) und E 129 (Allurarot AC). Aber auch andere, wie E 171 (Titandioxid), sind kritisch zu betrachten. Ich habe mir angewöhnt, eine kleine Liste der “roten” E-Nummern im Kopf zu haben oder eine App zu nutzen, die mir dabei hilft. Wenn ihr Produkte seht, die mit “ohne künstliche Farbstoffe” werben, ist das oft schon ein gutes Zeichen, aber auch hier lohnt sich ein Blick, ob stattdessen vielleicht “färbende Lebensmittel” oder unbedenkliche natürliche Farbstoffe verwendet wurden. Denkt daran: Das “E” steht für Europa, aber nicht immer für “einwandfrei”. Mit ein bisschen Übung werdet ihr schnell zu echten E-Nummern-Detektiven!
Alternative Farbstoffe im Überblick: Eine kleine Hilfe für den Einkauf
Damit ihr beim nächsten Einkauf nicht ganz im Dunkeln tappt, habe ich euch eine kleine Übersicht der gängigsten natürlichen Farbstoffe und färbenden Lebensmittel zusammengestellt, auf die ihr guten Gewissens zugreifen könnt. Diese sind in der Regel unbedenklich und eine tolle Alternative zu synthetischen Farbstoffen. Ich habe diese Liste oft in meinem Notizbuch und vergleiche sie, wenn ich unsicher bin. Es ist erstaunlich, wie viele Produkte bereits auf diese natürlichen Alternativen setzen, wenn man nur genauer hinschaut. Und oft sind es gerade die Produkte aus dem Bio-Segment, die hier Vorreiter sind. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mich nach einem Einkauf mit bewusster ausgewählten Produkten einfach besser fühle. Es gibt mir die Sicherheit, meiner Familie Gutes zu tun. Und das ist doch das Wichtigste, oder? Also, lasst uns gemeinsam den Supermarkt zu einem Ort bewusster Entscheidungen machen! Hier ist meine kleine Orientierungshilfe:
| Farbstoff / Färbendes Lebensmittel | E-Nummer (falls vorhanden) | Farbe | Herkunft | Wissenswertes |
|---|---|---|---|---|
| Beta-Carotin | E 160a | Gelb bis Orange | Karotten, Kürbis, Süßkartoffel | Vorstufe von Vitamin A, Antioxidans |
| Anthocyane | E 163 | Rot bis Violett/Blau | Beeren, Kirschen, Rotkohl | Farbintensität pH-Wert-abhängig, Antioxidans |
| Betanin | E 162 | Rot-Violett | Rote Bete | Wird oft als „Rote Bete Saftkonzentrat“ verwendet |
| Chlorophyll | E 140 | Grün | Grünes Blattgemüse, Algen | Blattgrün der Pflanzen |
| Kurkumin | E 100 | Gelb | Kurkuma (Gelbwurz) | Auch als Gewürz bekannt |
| Pflanzenkohle | E 153 | Schwarz | Pflanzliche Materialien | Auch in Bio-Lebensmitteln zugelassen |
| Annatto (Bixin, Norbixin) | E 160b | Gelb bis Orange-Rot | Samen des Orleanstrauchs | Kann bei empfindlichen Menschen Pseudoallergien auslösen |
| Spirulina-Extrakt | Keine E-Nummer (färbendes Lebensmittel) | Blau | Mikroalge Spirulina | Beliebt für “natürliches Blau” |
Transparenz im Glas: Was sich die Verbraucher wirklich wünschen
Dieses Thema liegt mir besonders am Herzen, denn es geht um nichts Geringeres als unser Recht als Verbraucher. Wir haben doch ein Anrecht darauf, genau zu wissen, was in unseren Lebensmitteln steckt, oder? Mir persönlich ist es unglaublich wichtig, dass ich transparente und ehrliche Informationen bekomme, wenn ich einkaufe. Und ich bin da definitiv nicht allein! Eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom hat gezeigt, dass drei Viertel der deutschen Verbraucher ganz genau wissen wollen, welche Inhaltsstoffe in Nahrung und Getränken enthalten sind und wie diese produziert werden. Jeder Zweite achtet bereits auf Siegel oder Label. Das ist doch ein klares Signal an die Hersteller und die Politik: Wir wollen mehr Klarheit und Wahrheit auf unseren Verpackungen! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass fehlende Transparenz oft zu Misstrauen führt. Wenn ich mich getäuscht fühle, weil die Aufmachung eines Produkts etwas anderes verspricht als der Inhalt, dann greife ich beim nächsten Mal nicht mehr zu diesem Produkt. Es ist eine Frage des Vertrauens, das wir in die Lebensmittelindustrie setzen, und dieses Vertrauen wird leider immer wieder auf die Probe gestellt. Deshalb bin ich fest davon überzeugt, dass mehr Transparenz nicht nur uns Verbrauchern nützt, sondern auch den Unternehmen, die ihre Produkte verantwortungsbewusst herstellen. Es schafft Vertrauen und stärkt eine nachhaltige Lebensmittelwirtschaft.
Der Ruf nach klareren Labels und einfacheren Informationen
Was bedeutet dieser Wunsch nach Transparenz konkret? Für mich und viele andere Verbraucher heißt das vor allem: klarere Labels und einfacher verständliche Informationen. Die aktuellen E-Nummern sind zwar genormt, aber ohne Hintergrundwissen sind sie oft nur eine kryptische Zeichenfolge. Es wäre so hilfreich, wenn wichtige Informationen direkt und auf einen Blick erkennbar wären, vielleicht durch ein Ampelsystem oder leicht verständliche Symbole, die sofort zeigen, welche Farbstoffe kritisch sein könnten. Ich denke da auch an die Initiative “Lebensmittelklarheit.de”, bei der Verbraucher melden können, wenn sie sich von der Produktaufmachung getäuscht fühlen. Solche Plattformen sind unglaublich wichtig, um Missstände aufzudecken und den Druck auf die Hersteller zu erhöhen. Auch die Forderung nach transparenten Lebensmittelkontrollen, wie sie vom Verbraucherzentrale Bundesverband erhoben wird, ist ein wichtiger Schritt. Stellt euch vor, wir könnten auf einen Blick sehen, wie es um die Hygiene in unserer Lieblingsbäckerei steht! Das würde uns als Verbraucher eine echte Orientierung bieten und gleichzeitig die Betriebe zu mehr Sorgfalt anspornen. Es geht darum, dass wir uns nicht mehr wie Detektive fühlen müssen, sondern dass die Informationen proaktiv und verständlich bereitgestellt werden. Eine informierte Entscheidung sollte keine Glückssache sein.
Unsere Rolle als mündige Konsumenten
Wir als Konsumenten haben eine unglaubliche Macht, die wir oft unterschätzen! Jede Kaufentscheidung ist eine Abstimmung mit dem Einkaufswagen und sendet ein klares Signal an die Hersteller. Wenn wir konsequent Produkte meiden, die wir für bedenklich halten, und stattdessen zu den Alternativen greifen, die unseren Werten entsprechen, dann wird die Industrie reagieren müssen. Ich habe das in den letzten Jahren immer wieder erlebt: Der Trend zu Bio-Produkten, zu regionalen Lebensmitteln, zu pflanzlichen Alternativen – all das ist maßgeblich von uns Verbrauchern vorangetrieben worden. Es geht darum, unsere Stimme zu erheben, uns zu informieren und bewusste Entscheidungen zu treffen. Sprecht mit Freunden und Familie über diese Themen, teilt euer Wissen, denn gemeinsam können wir viel bewegen. Jedes Mal, wenn ihr eine Zutatenliste genau lest oder euch bewusst für ein Produkt ohne umstrittene Farbstoffe entscheidet, tragt ihr zu einer positiven Veränderung bei. Das gibt mir persönlich immer ein gutes Gefühl und motiviert mich, noch genauer hinzuschauen. Lasst uns diese Verantwortung annehmen und eine Lebensmittelwelt schaffen, in der Transparenz und Gesundheit an erster Stelle stehen. Es ist ein Marathon, kein Sprint, aber jeder Schritt zählt!
Zum Abschluss
Puh, was für eine Reise durch die bunte Welt der Lebensmittelfarbstoffe! Ich hoffe, dieser Einblick hat euch geholfen, ein besseres Verständnis dafür zu entwickeln, warum unsere Lebensmittel oft so strahlend aussehen und was wirklich dahintersteckt. Mir persönlich ist es wichtig, nicht in Panik zu verfallen, sondern bewusste Entscheidungen treffen zu können. Es geht nicht darum, alles zu verteufeln, sondern darum, informiert zu sein und unseren Einkaufskorb so zu füllen, dass wir uns wohlfühlen und unsere Gesundheit schützen. Jedes Mal, wenn wir die Zutatenliste genau studieren, zeigen wir den Herstellern, dass uns Transparenz und Qualität am Herzen liegen. Lasst uns gemeinsam diesen Weg gehen und unsere Kaufkraft nutzen, um eine Lebensmittelwelt zu gestalten, die ehrlich, gesund und trotzdem wunderbar appetitlich ist. Es liegt in unserer Hand, genau hinzusehen und uns nicht blenden zu lassen!
Wissenswertes für den Alltag
1. Zutatenliste ist dein bester Freund: Nimm dir einen Moment Zeit und wirf einen Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe. Achte auf E-Nummern, insbesondere im Bereich von E 100 bis E 180, die auf Farbstoffe hinweisen. Mit etwas Übung erkennst du schnell die problematischen Kandidaten. Es gibt auch nützliche Apps, die dir dabei helfen, E-Nummern zu entschlüsseln.
2. Natürlich ist nicht immer “natürlich”: Auch wenn ein Farbstoff natürlichen Ursprungs ist, wie zum Beispiel Karmin (E 120), kann er für bestimmte Ernährungsweisen (vegan/vegetarisch) ungeeignet sein oder bei empfindlichen Personen Reaktionen auslösen. Produkte mit “färbenden Lebensmitteln” (wie Rote Bete Saftkonzentrat) sind oft die bessere Wahl, da sie nicht als Zusatzstoffe gelten.
3. Vorsicht bei Azofarbstoffen – besonders für Kinder: Wenn du Produkte mit Azofarbstoffen (z.B. E 102, E 110, E 122, E 124, E 129) siehst, die den Warnhinweis “Kann Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen” tragen müssen, solltest du besonders wachsam sein. Es gibt viele leckere Alternativen, die ohne diese Stoffe auskommen und somit eine sicherere Option für unsere Kleinsten darstellen.
4. “Ohne künstliche Farbstoffe” – ein guter Start: Viele Hersteller werben mittlerweile mit diesem Hinweis, was ein positives Signal ist. Dennoch lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste, um zu sehen, welche Alternativen verwendet wurden. Manchmal sind es eben doch unbedenkliche natürliche Farbstoffe oder färbende Lebensmittel, die dem Produkt seine Farbe verleihen.
5. Deine Wahl zählt: Jedes Mal, wenn du dich bewusst für ein Produkt entscheidest, das transparenter oder mit unbedenklicheren Farbstoffen hergestellt wurde, sendest du ein starkes Signal an die Lebensmittelindustrie. Wir als Verbraucher haben eine enorme Macht, Veränderungen anzustoßen und eine gesündere Produktvielfalt zu fördern. Lass uns diese Verantwortung gemeinsam tragen!
Wichtige Punkte zusammengefasst
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Welt der Lebensmittelfarbstoffe komplex ist, aber keineswegs undurchsichtig bleiben muss. Wir haben gelernt, dass Farben nicht nur unsere Sinne ansprechen, sondern auch gezielt eingesetzt werden, um Qualität vorzutäuschen oder schlichtweg Attraktivität zu steigern. Dabei gibt es eine klare Unterscheidung zwischen unbedenklichen natürlichen Farbstoffen, färbenden Lebensmitteln und synthetischen Varianten, die teilweise mit gesundheitlichen Bedenken verbunden sind. Insbesondere Azofarbstoffe und Titandioxid verdienen unsere besondere Aufmerksamkeit, da sie bei empfindlichen Personen und Kindern potenziell unerwünschte Reaktionen hervorrufen können. Für uns als Verbraucher bedeutet das: aufmerksames Lesen der Zutatenlisten, das Entschlüsseln von E-Nummern und das bewusste Wählen von Produkten, die unseren Werten und unserem Wunsch nach Gesundheit entsprechen. Letztendlich gestalten wir durch unsere täglichen Kaufentscheidungen den Markt und können so dazu beitragen, dass Transparenz und das Wohl der Konsumenten an erster Stelle stehen. Es ist ein aktiver Prozess, der sich aber für unsere eigene Gesundheit und die unserer Familien definitiv auszahlt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) 📖
F: unktion im Lebensmittel erfüllen – und dazu gehören eben auch Farbstoffe. Das Gute daran ist, dass jeder dieser Stoffe strengen Prüfungen unterliegt, bevor er überhaupt zugelassen wird. Ich habe selbst mal genauer recherchiert und war überrascht, wie viele E-Nummern eigentlich ganz natürliche Substanzen sind! Denkt mal an Vitamin C, das ist E300, oder Betacarotin, das uns eine schöne orange Farbe gibt und gleichzeitig eine Vorstufe von Vitamin
A: ist – das ist E160a. Auch Chlorophyll, das Grün der Pflanzen, findet man als E140. Es ist also keineswegs so, dass jede E-Nummer automatisch ein “Chemiecocktail” ist.
Vielmehr ist es ein System, das uns eigentlich Transparenz bieten soll. Klar, es gibt E-Nummern, bei denen man genauer hinschauen sollte, aber pauschal zu verteufeln ist einfach nicht fair und auch nicht richtig.
Ich würde sagen, es kommt immer auf den Einzelfall an und ein bisschen Wissen hilft uns hier, bewusster zu entscheiden. Q2: Was genau ist denn der Unterschied zwischen natürlichen und künstlichen Lebensmittelfarbstoffen, und ist “natürlich” wirklich immer die bessere Wahl?
A2: Das ist eine fantastische Frage, die ich mir beim Einkaufen ständig stelle! Wir sind ja alle so geprägt, dass “natürlich” gleich “gut” ist, oder? Aber lasst uns das mal genauer beleuchten.
Natürliche Farbstoffe werden, wie der Name schon sagt, aus pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Quellen gewonnen. Das können zum Beispiel Anthocyane aus roten Beeren (die unser Joghurt oder unsere Süßigkeiten rot färben), Kurkumin aus Kurkuma (für ein leuchtendes Gelb) oder auch Karmin aus Cochenille-Läusen sein (was oft in rosa Süßwaren oder manchen Fruchtzubereitungen steckt).
Der Gedanke dahinter ist ja schön: etwas aus der Natur, das klingt gesund. Künstliche Farbstoffe hingegen werden synthetisch hergestellt, also im Labor entwickelt.
Sie sind oft farbstärker, stabiler gegenüber Licht und Hitze und natürlich auch günstiger in der Produktion. Aber ist “natürlich” immer die bessere Wahl?
Nun, meine persönliche Erfahrung und auch das, was ich gelernt habe, zeigt: nicht unbedingt. Auch natürliche Farbstoffe können in seltenen Fällen Allergien auslösen oder in großen Mengen bedenklich sein.
Und nur weil etwas “natürlich” ist, heißt das nicht, dass es keine E-Nummer hat oder immer ohne Bedenken konsumiert werden kann. Ich habe selbst erlebt, dass Produkte, die mit “natürlichen Farbstoffen” werben, trotzdem hochverarbeitet sind.
Es ist also wie so oft im Leben: Es gibt keine einfache Antwort. Wichtiger ist, sich bewusst zu machen, was man isst, und die Menge im Auge zu behalten.
Und manchmal ist die Farbe eines Lebensmittels auch einfach nur eine Marketingstrategie, um uns zum Kauf zu verführen – das Auge isst eben mit, aber unser Verstand sollte auch ein Wörtchen mitreden dürfen!
Q3: Gibt es bestimmte Farbstoffe, bei denen ich besonders vorsichtig sein sollte, und wie kann ich sie auf den Produktetiketten erkennen, um mich und meine Familie zu schützen?
A3: Diese Sorge kenne ich als Mutter nur zu gut! Man möchte seine Liebsten ja bestmöglich schützen und gerade bei Kindern wird ja immer wieder über Farbstoffe diskutiert.
Es gibt tatsächlich einige synthetische Farbstoffe, die unter Verdacht stehen, bei manchen Kindern Hyperaktivität und Konzentrationsstörungen auslösen zu können – das sind die sogenannten Azofarbstoffe.
Dazu gehören zum Beispiel Tartrazin (E102), Chinolingelb (E104), Gelborange S (E110), Azorubin (E122), Cochenillerot A (E124) und Allurarot AC (E129).
Die gute Nachricht ist: Produkte, die diese Farbstoffe enthalten, müssen in der EU einen besonderen Warnhinweis tragen: “Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen.” Ich persönlich achte sehr darauf, Produkte mit diesem Hinweis zu meiden, besonders wenn es um Snacks oder Süßigkeiten für die Kinder geht.
Um Farbstoffe auf den Etiketten zu erkennen, ist es eigentlich ganz einfach, wenn man weiß, worauf man achten muss: Schaut auf die Zutatenliste. Dort müssen Farbstoffe entweder mit ihrer spezifischen Bezeichnung (z.B.
“Betacarotin”) oder mit ihrer E-Nummer (z.B. “E160a”) angegeben sein. Manchmal findet man auch einfach nur den Sammelbegriff “Farbstoff”, dem dann die spezifische Bezeichnung oder E-Nummer folgt.
Mein Tipp ist: Je kürzer und übersichtlicher die Zutatenliste ist, desto besser. Und wenn ihr unsicher seid, greift lieber zu frischen, unverarbeiteten Lebensmitteln.
Da sind die Farben noch so, wie die Natur sie uns geschenkt hat – und das ist für mich und meine Familie immer die beste Wahl!






